Allgemeine Geschäftsbedingungen für Beratungsleistungen
§ 1 Geltungsbereich, Vertragsgegenstand
(1) Diese AGB gelten für sämtliche Verträge zwischen AGC Consult, Friedenstraße 59, 97072 Würzburg, (nachfolgend „Anbieter") und seinen gewerblichen Kunden (nachfolgend „Kunde") über die Erbringung von Beratungs-, Analyse- und Konzeptionsleistungen außerhalb des Bereichs Software-as-a-Service.
(2) Diese AGB gelten ausschließlich. Abweichende Geschäftsbedingungen des Kunden werden nur Vertragsbestandteil, wenn der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zugestimmt hat.
(3) Vertragsgegenstand sind die im jeweiligen Angebot definierten Beratungsleistungen, insbesondere die Aufnahme und Analyse von Geschäftsprozessen, die Erstellung von Konzepten und Empfehlungen sowie die Präsentation der Ergebnisse.
§ 2 Vertragsschluss
(1) Angebote des Anbieters sind freibleibend, sofern sie nicht ausdrücklich als verbindlich bezeichnet sind.
(2) Der Vertrag kommt durch schriftliche Annahme des Angebots durch den Kunden (auch per E-Mail oder durch Unterzeichnung des Angebotsdokuments) und Zugang dieser Annahme beim Anbieter zustande.
(3) Bestandteile des Vertrags sind in folgender Rangfolge: (a) das schriftliche Hauptangebot, (b) diese AGB.
§ 3 Leistungsumfang und Art der Leistung
(1) Der konkrete Leistungsumfang ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot.
(2) Die Leistungen des Anbieters sind Dienstleistungen im Sinne der §§ 611 ff. BGB. Der Anbieter schuldet eine fachgerechte, sorgfältige Erbringung der Leistung, nicht jedoch einen bestimmten wirtschaftlichen Erfolg.
(3) Empfehlungen und Bewertungen, die im Rahmen der Beratungsleistung ausgesprochen werden, stellen die fachliche Einschätzung des Anbieters auf Basis der zum Zeitpunkt der Beratung verfügbaren Informationen dar. Die Umsetzungsentscheidung und deren wirtschaftliche Folgen liegen ausschließlich in der Verantwortung des Kunden.
(4) Sofern im Angebot Beschränkungen der Gesprächs- oder Workshop-Zeit vereinbart sind, gelten diese als Obergrenze für die im Fixpreis enthaltenen Leistungen. Über diese Grenze hinausgehende Leistungen erfordern eine separate Vereinbarung.
§ 4 Mitwirkungspflichten des Kunden
(1) Der Kunde stellt dem Anbieter rechtzeitig die für die Leistungserbringung erforderlichen Informationen, Daten und Unterlagen zur Verfügung.
(2) Der Kunde benennt einen verantwortlichen Ansprechpartner und stellt sicher, dass die für Interviews und Workshops vorgesehenen Personen zeitlich verfügbar sind.
(3) Verzögerungen oder Mehraufwand, die durch fehlende oder verspätete Mitwirkung des Kunden verursacht werden, gehen nicht zu Lasten des Anbieters. Der Anbieter behält sich vor, in solchen Fällen Mehraufwand nach den im Angebot festgelegten Konditionen abzurechnen, soweit dies vorher angekündigt wurde.
§ 5 Vergütung und Zahlungsbedingungen
(1) Die konkrete Vergütung ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot. Alle Preise verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.
(2) Sofern im Angebot ein Fixpreis vereinbart ist, wird dieser zu 50 % bei Projektstart und zu 50 % nach Abschluss der Leistung (in der Regel mit Ergebnispräsentation) in Rechnung gestellt.
(3) Folgeleistungen außerhalb des im Angebot definierten Fixpreises werden nach den im Angebot festgelegten Konditionen abgerechnet.
(4) Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen ab Rechnungsdatum ohne Abzug zur Zahlung fällig.
(5) Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe zu berechnen.
§ 6 Anrechnung bei Folgemandat
(1) Sofern im Angebot eine Anrechnungsklausel für eine etwaige Folgeleistung vereinbart ist, wird der Fixpreis der Beratungsleistung bei Beauftragung der entsprechenden Folgeleistung auf die Kosten der Folgeleistung angerechnet.
(2) Die Anrechnung erfolgt nur bei Beauftragung der konkret im Angebot benannten Folgeleistung und nur, wenn diese innerhalb eines Zeitraums von 6 Monaten ab Abschluss der Beratungsleistung beauftragt wird, sofern keine andere Frist vereinbart ist.
§ 7 Geistiges Eigentum und Nutzungsrechte
(1) Konzepte, Analysen, Berichte und Präsentationen, die der Anbieter im Rahmen der Beratungsleistung erstellt, werden dem Kunden nach vollständiger Bezahlung zur Nutzung im internen Geschäftsbetrieb überlassen.
(2) Eine Weitergabe an Dritte oder eine Veröffentlichung der Ergebnisse bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung des Anbieters.
(3) Der Anbieter behält sich das Recht vor, allgemein nutzbare Methoden, Konzepte und Erkenntnisse, die im Rahmen der Beratung entstehen oder zur Anwendung kommen, auch für andere Mandate zu nutzen, soweit dadurch keine vertraulichen Informationen des Kunden offengelegt werden.
§ 8 Geheimhaltung
(1) Beide Parteien verpflichten sich, alle im Rahmen der Vertragsdurchführung erlangten vertraulichen Informationen der jeweils anderen Partei vertraulich zu behandeln und nicht an Dritte weiterzugeben, soweit nicht eine gesetzliche Offenlegungspflicht besteht.
(2) Diese Verpflichtung gilt auch für einen Zeitraum von 3 Jahren nach Beendigung des Vertrags.
(3) Auf Wunsch des Kunden wird eine separate gegenseitige Vertraulichkeitsvereinbarung (NDA) abgeschlossen.
§ 9 Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie bei Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit.
(2) Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten). Die Haftung ist in diesem Fall der Höhe nach begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden.
(3) Die Haftung des Anbieters für Schäden ist insgesamt der Höhe nach begrenzt auf die im konkreten Mandat vom Kunden gezahlte Vergütung.
(4) Eine Haftung für mittelbare Schäden, entgangenen Gewinn oder Folgeschäden ist ausgeschlossen, soweit nicht Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit vorliegt.
(5) Empfehlungen und Bewertungen des Anbieters stellen Entscheidungsgrundlagen dar. Eine Haftung für unternehmerische Entscheidungen des Kunden, die auf Basis solcher Empfehlungen getroffen werden, ist ausgeschlossen.
§ 10 Vertragslaufzeit und Kündigung
(1) Die Vertragslaufzeit ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot.
(2) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Parteien unberührt.
(3) Bei Kündigung durch den Kunden vor Abschluss eines Fixpreis-Mandats hat der Anbieter Anspruch auf Vergütung der bis dahin erbrachten Leistungen, mindestens jedoch auf die erste Rate gemäß § 5 Abs. 2.
(4) Kündigungen bedürfen der Schriftform (auch per E-Mail).
§ 11 Datenschutz
(1) Soweit im Rahmen der Beratungsleistung personenbezogene Daten des Kunden oder Dritter verarbeitet werden, hält der Anbieter die geltenden Datenschutzbestimmungen (insbesondere DSGVO und BDSG) ein.
(2) Sofern eine Auftragsverarbeitung im Sinne von Art. 28 DSGVO erforderlich wird, schließen die Parteien einen separaten Auftragsverarbeitungsvertrag.
(3) Im Rahmen der reinen Beratungsleistung (Workshop, Analyse, Konzeption) findet in der Regel keine systematische Verarbeitung personenbezogener Daten Dritter statt. Vertrauliche Informationen werden gemäß § 8 behandelt.
§ 12 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
(2) Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist Würzburg, soweit der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.
(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
(4) Änderungen und Ergänzungen dieser AGB bedürfen der Schriftform.
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Versionshistorie
| Version | Gültigkeitszeitraum | Änderungen | |
|---|---|---|---|
| 1.0 | 18. Mai 2026 – aktuell | Erstveröffentlichung |